29.10.2026

Naturpark Spessart gemeinsam für das Hafenlohrtal: Ehrenamtliche pflegen wertvolle Lebensräume

Rund 30 Menschen engagierten sich beim vierten Landschaftspflegeeinsatz im Naturschutzgebiet.

Am 17. Oktober 2026 packten rund 30 Helferinnen und Helfer beim mittlerweile jährlichen Landschaftsputz im Naturschutzgebiet Hafenlohrtal gemeinsam an. Auf rund drei Viertel Hektar Fläche schnitten sie Brombeersträucher zurück, entfernten Gehölze und legten die Sichtachse vom Bohlensteg nahezu vollständig frei. 

Organisiert wurde die Aktion von Christian Salomon, Gebietsbetreuer für Grünland beim Naturpark Spessart e.V. mit Sitz in Gemünden, in Kooperation mit der Gemeinde Rothenbuch und der örtlichen BUND Naturschutz-Gruppe. Auch die Aktionsgemeinschaft Hafenlohrtal und weitere Ehrenamtliche beteiligten sich.

Menschen mit Fluchterfahrung aus afrikanischen Ländern und Afghanistan brachten sich ebenfalls tatkräftig ein. Zudem packten Naturpark-Ranger Felix Kühne und Svea Stögbauer von der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Aschaffenburg mit an. Stefanie Fuchs, zweite Vorsitzende des Naturparkvereins, und Rothenbuchs Bürgermeister Markus Fäth dankten den ehrenamtlich Engagierten in einer Brotzeitpause.

Rund 30 Freiwillige engagierten sich beim vom Naturpark Spessart e.V. organisierten vierten Landschaftspflegeeinsatz (Foto: Jennifer Weidle)

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Naturschutz braucht gezielte Pflege

Warum werden in einem Naturschutzgebiet überhaupt Bäume und Sträucher entfernt? Salomon erklärt: „Das Naturschutzgebiet Hafenlohrtal wurde ausgewiesen, um ein offenes Wiesental mit wertvollen Feuchtlebensräumen zu erhalten.“ Denn viele seltene Pflanzen und Tiere seien auf offene, gehölzfreie Flächen angewiesen. „Außerdem geht es hier um das kulturhistorisch entstandene Landschaftsbild“, so der Naturpark-Spessart-Mitarbeiter.

 Das Schnittgut wurde vor Ort zu Haufen aufgeschichtet. Die aus Ästen und Zweigen bestehenden Hecken bieten Vögeln, Insekten und Kleintieren Unterschlupf. Auch der Bohlensteg profitiert: Wo weniger Schatten fällt, kann das Holz des Steges schneller abtrocknen.

„Ein Naturschutzgebiet wie aus einem Märchen – es ist nicht schwer, sich für diese Fläche zu begeistern“, sagt Christian Salomon, der das Gebiet seit zwölf Jahren betreut. Über die wachsende Unterstützung freut er sich besonders: „Es werden jedes Jahr mehr Helferinnen und Helfer und alle haben richtig Lust anzupacken.“

Engagierte Helferinnen und Helfer tragen abgeschnittene Äste über den Bohlensteg (Foto: Jennifer Weidle)

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Gemeinsam viel erreicht

In den vergangenen Jahren wurden im Hafenlohrtal bereits Wiesen wiederhergestellt und Weidenutzungen eingerichtet, Brücken erneuert, Informationstafeln aufgestellt, Tümpel angelegt sowie Stacheldrahtzäune, Schrott und Müll entfernt. Beim letztjährigen Einsatz wurde ein Wanderweg zwischen Bohlensteg und Lichtenau begehbar gemacht

Die Bayerischen Staatsforsten unterstützten mit Maßnahmen zur Verkehrssicherung und der Spessartbund übernahm die Wege-Ausschilderung. Der Naturpark Spessart bringt Fachwissen und engagierte Menschen zusammen. So entsteht Schritt für Schritt ein Naturerlebnis, das den Schutz der Landschaft in den Mittelpunkt stellt.

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