Birkenhainer Straße
Legendärer Handelsweg
Waldschänke Bayrische Schanz
an der Birkenhainer Straße

Prähistorische Funde und Fliehburgen mit Ringwallanlagen längs der Birkenhainer Straße deuten darauf hin, daß dieser Weg schon in der jüngsten Stein- und Eisenzeit (2400 bis 800 v. Chr.) bekannt gewesen sein muss. Eine wichtige Querverbindung zwischen Rheinfranken und Ostfranken war die Birkenhainer Straße im Mittelalter. Die fränkischen und hohenstaufischen Kaiser ritten auf ihr u. a. zu den Pfalzen Karlsburg und Salzburg.

Von Hanau im Nordosten führt die Birkenhainer Straße über eine Länge von 71 km nach Gemünden am Main, stets über Bergrücken, da man damals schon beschwerliche Berg- und Talfahrten vermeiden wollte und um den weiten Umweg um das große Meinviereck über Miltenberg und Wertheim zu sparen.

Dieser legendäre Handelsweg, der viele Generationen von Spessarträubern zu immer neuen Untaten anregte, ist heute ein friedlicher und beliebter Fernwanderweg. Nur das Rauschen der tief en Wälder mag so manchen Wanderer zum Träumen veranlassen und gruselige Räubergeschichten in Erinnerung rufen.

Markierung: Schwarzes B auf weißem Grund, Länge: 71 km

Bitte beachten Sie auch das Langlaufgebiet Bayerische Schanz,

das Ihnen im Winter herrliche Loipen bietet.

Literaturhinweis
Brigitte Wenninger
Quer durch den Spessart

Die Birkenhainer Straße führt von Hanau im Westen über die Höhenrücken des Spessarts nach Osten bis Gemünden durch ein fast vollständig geschlossenes Waldgebiet. Sie folgt weitgehend der alten historischen Handelsstraße an der Grenze zwischen Hessen und Bayern. Ab dem Mittelalter zogen Fürsten und Kaiser auf dieser Handelsstraße, um zu ihren Pfalzen zu gelangen, Militär marschierte von einem Standort zum nächsten, große Viehherden wurden über die Birkenhainer Straße getrieben und Kaufleute und die Frammersbacher Fuhrleute brachten ihre Waren zu den Messen nach Frankfurt oder Nürnberg.
Der Spessartbund hat diese historische Verbindung als 71 Kilometer langen Fernwanderweg quer durch den Spessart mit einem schwarzen B markiert. Er beginnt am Hanauer Neuwirtshaus, führt über den Hof Trages, den Frohnbügel bei Geiselbach, das Hufeisen, den Wiesbüttsee und die Bayerische Schanz, bis er bei Langenprozelten wieder den Main erreicht. Für die Reisenden in früheren Zeiten war es wichtig, dass nach erreichen des Höhenzugs möglichst wenige Täler zu kreuzen waren. Das hat für den Wanderer heute den Vorteil, dass er stundenlang die Waldeinsamkeit genießen kann, sobald die erste Steigung überwunden ist.
Da die Birkenhainer Straße auf den Höhenzügen verläuft, muss man die Abstiege zu den Übernachtungsmöglichkeiten sorgsam planen, wenn man den gesamten Weg ablaufen will. Brigitte Wenninger hat eine Liste von Hotels, Gasthöfen und Privatquartieren zusammengestellt, in denen man in der Nähe der Handelsstraße übernachten kann, und schlägt mehrere Varianten vor, wie die Gesamtstrecke in drei oder vier Tagen genussvoll zu bewältigen ist. Da zu einer schönen Wanderung auch eine zünftige Einkehr gehört, findet der Leser am Schluss jeder Wanderung auch ein passendes Ausflugslokal.

192 Seiten
CoCon-Verlag
ISBN: 3-937774-07-6,
€ 12,80
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Spessartkarte
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