Der Luchs im Spessart

Luchs [Lynx lynx]

Seit ca. 15 Jahren gibt es immer wieder Hinweise auf die Anwesenheit von einzelnen Luchsen im Naturpark Spessart. Trotz zahlreicher Sichtungen und Spuren liegt bisher jedoch noch kein handfester Beweis für das Vorkommen der scheuen Großkatze vor, z.B. ein Fund eines überfahrenen oder verendeten Tieres oder ein Bild aus einer der vielen im Spessart aufgestellten Fotofallen. Trotzdem sind sich die Experten ziemlich sicher, dass Luchse zumindest zeitweise im Spessart unterwegs sind.

Netzwerk Große Beutegreifer

Um möglichen Konflikten vorzubeugen und Lobby- und Aufklärungsarbeit zu leisten, wurde Anfang 2008 eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe Spessart-Luchs ins Leben gerufen.  Diese Arbeitsgruppe  wurde 2012 ins Netzwerk Große Beutegreifer(Wolf, Luchs, Bär)  integriert. Im Netzwerk Große Beutegreifer arbeiten überwiegend ehrenamtliche Helfer für die fachgerechte Dokumentation von Hinweisen, wie Spuren oder Wild- und Nutztierrisse. Die Ergebnisse fließen in das landesweite Monitoring über die Situation der großen Beutegreifer in Bayern ein. Außerdem werden die Mitarbeitenden in der Ökologie der Arten, möglichen Präventionsmaßnahmen für Nutztierhaltungen und Naturschutzrecht geschult, um als kompetente Ansprechpartner in den Regionen beraten zu können.

Netzwerk-Berater im Naturpark Spessart

Im Spessart wurden erstmalig 2012 ehrenamtliche aus den Bereichen Naturschutz, Jagd, Land- und Forstwirtschaft geschult. Derzeit sind gut ein Dutzend dieser ehrenamtlichen Berater im Spessart aktiv. Sie sind freiwillig als Ansprechpartner und Rissbegutachter vor Ort tätig und somit Helfer für Nutztierhalter und Jäger. Sie erstellen nach nationalem Standard eine Dokumentation von Hinweisen auf große Beutegreifer und sichern damit wichtige Details, um potenzielle Verursacher festzustellen. Das Netzwerk Große Beutegreifer unterstützt direkt die Feststellung einer möglichen Berechtigung auf die freiwillig geleistete Ausgleichszahlung bei Nutztieren beziehungsweise Meldeprämie bei Wildtierrissen.

Was können Sie tun, wenn Sie einen möglichen Riss
gefunden haben?

Wichtig ist es, den Riss am Fundort und in der Position zu belassen, in der er gefunden wurde. Auf keinen Fall sollte das Tier mitgenommen werden. Vermeiden Sie es, den Fundort zu verändern oder vermehrt zu betreten - hierdurch können wichtige Spuren beziehungsweise Fährtenabdrücke unkenntlich gemacht werden.

Sollten Sie selber Erfahrungen mit Verletzungsschemen haben, können Sie auch vorab beurteilen, ob ein großer Beutegreifer in Frage kommen könnte oder ob die Ursache woanders liegen könnte, beispielsweise ein Verkehrsunfall ursächlich sein kann. Vermuten Sie eine Beteiligung eines großen Beutegreifers oder sind Sie sich unsicher, wenden Sie sich an Ihr Landratsamt, das Amt für Landwirtschaft und Forsten in Karlstadt mit seinen Außenstellen oder an die Polizei. Geben Sie den genauen Fundort und Ihrer persönlichen Kontaktdaten an. Der Kontakt zu einem Mitglied des Netzwerks Große Beutegreifer wird dann hergestellt.

Weitere Informationen und Ansprechpartner zum Thema
„Große Beutegreifer“ finden Sie auf den Seiten der ANL
www.anl.bayern.de/projekte/beutegreifer/index.htm und beim Luchsprojekt Bayern unter
www.luchs-bayern.de

 

Informationen
Luchsbeauftragter:
Interessenten bitte
melden bei
Herrn Gebhard :
Tel.: 06094 1226
Pressemitteilung

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